Mehr Gelassenheit statt Stress

Mehr Gelassenheit statt Stress

Wenn im Alltag die Alarmlampen des Körpers angehen, dann lässt sich das meist in nur einem Wort beschreiben: Stress. Klinische Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass hinter 50% bis 75% aller Arztbesuche vor allem Stress steht und dieser in Bezug auf die Sterblichkeit einen größeren Risikofaktor darstellt als Rauchen. Tatsächlich zielt von den Medikamenten, die in den westlichen Ländern am häufigsten eingesetzt werden, die Mehrzahl auf die Behandlung von Störungen ab, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Stress stehen: Antidepressiva, Beruhigungs- und Schlafmittel, Antacida bei Sodbrennen und Magengeschwüren, Mittel gegen Bluthochdruck und solche gegen zu hohen Cholesterinspiegel. So schluckt einer von sieben Franzosen regelmäßig ein Psychopharmakon. Damit ist der Verbrauch sogar um 40% höher als in den USA. Mehr Gelassenheit statt Stress wäre eine Lösung für diese Probleme.

Stress und Gelassenheit entstehen im Kopf. Im Kopf entsteht aber auch die Entscheidung, ob wir uns stressen oder gelassen reagieren.

Die meisten Menschen benutzen ihr Gehirn weder aktiv noch mit gewollter Absicht. Ihr Gehirn ist wie eine Maschine ohne „Aus-Schalter“. Wenn Sie ihm nichts zu tun geben, läuft es einfach weiter und weiter, bis es sich langweilt. …. Wenn Ihr Gehirn einfach herumsitzt, ohne irgend etwas Besonderes zu tun, wird es immer irgend etwas finden, was es tun kann, und es scheint ihm ziemlich egal zu sein, was es ist. Vielleicht macht`s Ihnen was aus, aber ihm nicht.                                         

                                                                                                 Richard Bandler

 

Wenn Stress im Kopf entsteht – wo sollte er auch sonst entstehen – stellt sich die Frage nach dem „Wie“. Wie stressen wir uns eigentlich? Da Stress das Ergebnis von inneren Prozessen ist, die in unserem Gehirn ablaufen, ist das „Wie“ entscheidend. Das „Was“ spielt keine Rolle, da es austauschbar ist. Genau genommen geht es um die „Stress-Strategie“, ein Muster, das sich mit großer Wahrscheinlichkeit ständig wiederholt und relativ einfach analysiert werden kann.

Bei der „Stress-Strategie“ spielen unbewusste Metaprogramme eine wesentliche Rolle. Meta-Programme legen fest, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen (1), sich in ihr zurechtfinden (2) und wie sie in ihr agieren, reagieren und sich verhalten (3). Metaprogramme bestimmen also die Art und Weise wie wir Informationen aufnehmen (1) und wie wir die hereinkommenden Informationen dann in unserem Gehirn organisieren, sortieren und ablegen (2). Metaprogramme legen letztendlich auch fest, wie wir reagieren und uns verhalten (3). Es geht also nicht darum, was für Informationen wir verarbeiten, sondern wie wir damit umgehen. Die Art und Weise, wie wir Informationen im Gehirn verarbeiten, bestimmt also darüber, ob wir uns stressen oder gelassen reagieren.

Weil Metaprogramme immer auf der unbewussten Ebene ablaufen, sind sie dem Menschen nicht bekannt. Im Coaching-Prozess werden die Programme, die den Stress in einem bestimmten Kontext erzeugen, analysiert, und der Klient lernt, seine Meta-Programme flexibel, je nach Kontext, zu verändern. Es entsteht mehr Gelassenheit statt Stress.

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