Agoraphobie mit oder ohne Panikstörung

Der Begriff Agoraphobie wird inzwischen weiter gefasst als früher üblich. Er bezieht sich jetzt nicht nur auf Ängste vor offenen Plätzen, sondern z. B. auch auf Menschenmengen oder die Schwierigkeit, sich wieder sofort und leicht an einen sicheren Platz, im Allgemeinen nach Hause, zurückziehen zu können. Agoraphobie beschreibt also eine zusammenhängende und sich zum Teil überschneidende Gruppe von Phobien, die mit der Angst, das eigene Haus zu verlassen, sich in eine Menschenmenge oder auf öffentliche Plätze zu begeben, Geschäfte zu betreten oder alleine in Bussen, Zügen oder Flugzeugen zu reisen, verbunden ist.

Diese Störung ist durch eine besondere Einschränkung der Betroffenen gekennzeichnet, auch wenn der Schweregrad der Angst und das Ausmaß des Vermeidungsverhaltens unterschiedlich sind. Einige Agoraphobiker sind schließlich vollständig an ihr Haus oder ihre Wohnung gefesselt. Viele Patienten machen sich Gedanken, wie sie kollabieren und hilflos irgendwo liegen bleiben und andere Menschen sie dabei beobachten. Und diese Gedanken lassen bei ihnen eine Panik entstehen. Eines der Schlüsselsymptome dieser agoraphobischen Situationen ist das Fehlen eines sofort nutzbaren „Fluchtweges“. Betroffenen fehlt sozusagen die Fluchtmöglichkeit an einen sicheren Ort.

Von diesem Störungsbild sind überwiegend Frauen betroffen. Der Beginn liegt meist im frühen Erwachsenenalter. Als begleitende Symptome sind häufig Depression und Zwangsstörungen sowie  soziale Phobien vorhanden. Sie beherrschen aber das klinische Bild nicht. Manche Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie gelernt haben die angstauslösenden Situationen oder Objekte erfolgreich zu meiden. Eine Agoraphobie wird ohne effektive Behandlung häufig chronisch, auch wenn sie im Allgemeinen fluktuierend ist.

 

Diagnostische Leitlinien einer Agoraphobie

Alle folgenden Kriterien müssen für eine eindeutige Diagnose erfüllt sein:

  1. Die psychischen oder vegetativen Symptome müssen primäre Manifestationen der Angst sein und nicht auf anderen Symptomen wie Wahn- oder Zwangsgedanken beruhen.
  2. Die Angst muss beschränkt sein (oder hauptsächlich auftreten) auf mindestens zwei der folgenden umschriebenen Situationen: in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen, bei Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause oder bei Reisen alleine.
  3. Vermeidung der phobischen Situation muss ein entscheidendes Symptom sein oder gewesen sein.

Eine Agoraphobie kann sowohl mit als auch ohne Panikstörung vorkommen.

Meine Therapie-Ansätze bei Agoraphobie

Hypnosetherapie ist wissenschaftlich anerkannt. Bei Agoraphobie hat sich ein prozess-und ursachenorientiertes Arbeiten bewährt. (Eigenbewertungsprogramme scheinen eine wesentliche Rolle bei dieser psychischen Störung zu spielen.) Jeder Klient ist für mich einzigartig. Das subjektive Erleben meiner Klienten fließt aus diesem Grund in meine therapeutische Arbeit mit ein. Die Therapie passt sich also an den Klienten an, nicht der Klient an die Therapie.

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