Panikattacken und Panikstörungen

Das wesentliche Kennzeichen einer Panikstörung sind wiederkehrende schwere Panikattacken, die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken. Deshalb sind sie auch nicht vorhersehbar. Die Panikstörung ist sozusagen eine kondensierte, schwere Angststörung. Es entwickelt sich schnell eine Erwartungsangst. Die Störung ist regelmäßig mit intensiven vegetativen Symptomen verbunden und häufig mit Agoraphobie kombiniert.

Die Lebenszeitprävalenz beträgt bei Panikstörungen 3-4 %. Isolierte Panikattacken sind jedoch wesentlich häufiger. Ungefähr 11 % der Frauen und 7 % der Männer erleben irgendwann in ihrem Leben eine Panikattacke. Die Erkrankung beginnt meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer (Panikstörung mit Agoraphobie). Die Panikstörungen ohne Agoraphobie kommen bei Frauen und Männer gleich häufig vor.

Die Beschwerden setzen bei Panikattacken ganz plötzlich ein und steigern sich innerhalb einiger Minuten zu einem Höhepunkt. Psychische und körperliche Symptome sind dabei sehr eng miteinander verknüpft. Typische Symptome bei fast allen Fällen sind: Tachykardie, Hitzewallungen, Beklemmungsgefühle, Zittern, Atemnot, abdominelle Beschwerden und Ohnmachtsgefühle. Dazu kommt oftmals die Angst zu sterben oder Angst vor Kontrollverlust. Von vielen Patienten wird in dieser Situation häufig der Notarzt gerufen.

In der Regel dauert eine Panikattacke 10-30 Minuten, kann aber auch zwischen 2 Minuten und einigen Stunden anhalten. Nach der ersten oder nach weiteren Attacken entwickelt sich typischerweise eine ausgeprägte Erwartungsangst („ Angst vor der Angst“, Phobophobie). Die Erwartungsangst kann in den Vordergrund der Symptomatik treten. Daraus können sich ernsthafte Folgen entwickeln (z. B. sozialer Rückzug).

Häufig steht bei Panikattacken eine kardinale Symptomatik ganz im Vordergrund des Erlebens. Diese Phänomene wurden früher als Herzphobie oder Herzangstsyndrom bezeichnet. Man versteht darunter eine attackenartig auftretende kardinale Symptomatik ohne kardiologischen Befund. Sie wird von intensiver Angst begleitet. Es kommt zu starken vegetativen Symptomen: Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Schwindel, Druckgefühl im Thorax. Am häufigsten betroffen sind Männer im mittleren Lebensalter. Häufig ist eine Herzerkrankung einer Person in der näheren Umgebung des Patienten der Auslöser.

Diagnostische Leitlinien von Panikattacken bzw. Panikstörungen

Wenn eine Panikattacke in einer eindeutig phobischen Situation auftritt wird sie in der ICD-10 als Ausdruck des Schweregrades einer Phobie gewertet. Eine Panikstörung soll nur bei Fehlen der unter F40 genannten Phobien diagnostiziert werden. Eine eindeutige Diagnose ist nur bei mehreren schweren vegetativen Angstanfällen zu stellen, die innerhalb eines Zeitraums von etwa einem Monat aufgetreten sind.

  1. in Situationen, in denen keine objektive Gefahr besteht;
  2. wenn die Angstanfälle nicht auf bekannte oder vorhersagbare Situationen begrenzt sind;
  3. zwischen den Attacken müssen weit gehend angstfreie Zeiträume liegen (Erwartungsangst ist jedoch häufig).

Differenzialdiagnose

Die Panikstörung muss von Panikattacken bei bekannter Phobie, wie bereits ausgeführt, unterschieden werden. Panikattacken können besonders bei Männern im Zusammenhang mit depressiven Störungen auftreten. Wenn die Kriterien für eine depressive Störung erfüllt sind, soll eine Panikstörung nicht als Hauptdiagnose erscheinen.

Meine Therapie-Ansätze

Hypnosetherapie ist wissenschaftlich anerkannt. Ich vertrete eine  prozess-und ursachenorientierte Vorgehensweise. Jeder Klient ist für mich einzigartig. Das subjektive Erleben meiner Klienten fließt aus diesem Grund in meine therapeutische Arbeit mit ein. Die Therapie passt sich also an den Klienten an, nicht der Klient an die Therapie.