Hypnosetherapie ist bei Angststörungen, Phobien und Depressionen sehr effizient

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen können die spezifische Funktionsweise und Wirksamkeit der Hypnosetherapie belegen. Bei Angststörungen, Phobien und leichten Depressionen ist der Einsatz von Hypnose sogar hoch effizient. Hypnose wurde vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftlich fundierte Methode anerkannt

Menschen die unter ihren Ängsten leiden, reagieren in einer Weise, die man als hypnotisch beschreiben kann. Anders ausgedrückt: Angstpatienten hypnotisieren sich permanent selbst. Und das auf eine ganz spezielle Art und Weise, die sie ständig wiederholen und den hypnotischen Prozess dadurch perfekt beherrschen. Natürlich ist ihnen das nicht bewusst, bzw. erzeugen sie ihre Problemtrance nicht absichtlich. Vielmehr ist es ein Ablauf, der, wie 90 % von allem was Menschen tun, durch das Unbewusste gesteuert wird. Bei Angstpatienten findet eine Dissoziation statt. Das bedeutet, sie erleben eine autonome Reaktion mit all ihren psychischen und psychosomatischen Begleiterscheinungen und Zeitverzerrungen. Das Gleiche geschieht auch in der Hypnose. Allerdings findet in der Hypnosetherapie ein positives Erlebnis statt, in der Angstreaktion hingegen geht es um negative Dinge.

Hypnosetherapie bei Angststörungen und Phobien kann Ursache klären

Eine Hypnosetherapie kann auch sehr gut die Ursache einer Phobie klären. Dabei handelt es sich meistens um eine emotionale Ausnahmesituation (sogenanntes Traumata) einer Person, die in seinem Unbewussten als (innerer) Konflikt  abgespeichert wurde und in bestimmten Situationen sein (neurotisches) Verhalten bestimmt.

In der Hypnosetherapie geht es nicht darum, ein störendes oder dysfunktionales Verhalten zu eliminieren oder zu bekämpfen. Angst ist nicht etwas, was bekämpft werden muss. Angst ist eine sinnvolle Reaktion auf ein Ereignis oder eine Situation. Das Therapieziel ist vielmehr, den unbewussten inneren Konflikt aufzulösen. Denn mit der Auflösung des Konfliktes, löst sich auch das phobische Verhalten auf. Der Klient wird angeleitet, einen sinnlosen Kampf aufzugeben. Dadurch kann sein System sich anders konstallieren.

Für die Behandlung von leichten bis maximal mittleren Depressionen ist die Hypnosetherapie ebenfalls gut geeignet. Oftmals wendet man das Modell der Minuskonten an. In der hypnotischen Arbeit wird der Klient dieses Minus spüren. Ihm wird bewusst, mit welchem inadäquaten Strategien er sich selbst ins Minus gebracht hat. Der Klient geht in einer Zeitreise die Entwicklung seiner Depression durch und erlebt, wie er gegen seinen Willen und seine Bedürfnisse gehandelt hat. In der Therapie lernt er nun einen Zugang für seine Möglichkeiten und Potenziale zu entwickeln. Dadurch erhält er Wahlmöglichkeiten in seinem Verhalten, die ihm in der Vergangenheit nicht zur Verfügung standen. Der Klient findet dadurch seinen eigenen individuellen Weg, sich aus der Depression zu befreien. Kurzum: Er findet zu sich selbst.

 

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